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Stadtgeschichte

 
 

1010 wurde zum ersten Mal ein Dorf namens "Wilhaim" in einer Urkunde des Königs und späteren Kaisers Heinrich II. von Bamberg erwähnt, in der dem Kloster Polling der Besitz eines Gutshofes in Weilheim zugeteilt wird.
Jedoch die älteste Urkunde mit Erwähnung der Stadtbefestigung resultiert aus dem Jahr 1238. Es ist ebenfalls in einer Urkunde des Klosters Steingaden zu finden, es ist der älteste Hinweis auf den Stadtcharakter Weilheims.

Das älteste noch erhaltene Stadtwappen, auf dem ein Halbmond mit drei Sternen gezeigt wird stammt aus dem Jahr 1261. Dies ist auch das Jahr mit dem ältesten schriftlichen Hinweis auf die Stadtpfarrkirche St. Pölten in einer Urkunde des Klosters Benediktbeuern.
Der erste Stadtrat wurde 1368 gewählt.

1382 zerstörte ein Stadtbrand große Teile der Altstadt.

Das erste Rathaus wurde erst 1435 an der Herrengasse (heutige Admiral-Hipperstraße) gebaut, das zweite 1538 am Marienplatz.
Der städtische Friedhof wurde 1521 auf den Betberg verlegt. Bis dahin befand sich der Friedhof neben der Pfarrkirche "Zu unserer lieben Frau" (Mariae Himmelfahrt) in der Altstadt.

1611 entstand der heutige Trifthof an der Ammer für die Holztrift von Weilheim bis nach Dachau.

35 Jahre später, 1646, wurde die Stadt durch Truppen aus Schweden im dreißigjährigen Krieg besetzt.

Ignaz Degler erbaute die Mariensäule zur Verehrung der städtischen Schutzpatronin, die heute noch auf dem Marienplatz zu finden ist.
Das erste Weilheimer Krankenhaus wurde 1826 errichtet.

Ein großer Fortschritt im Jahre 1862 für die Innenstadt war die Einführung der Gasbeleuchtung, sowie im Jahre 1866 die Eisenbahnstrecke von Weilheim nach München.
Nur drei Jahre darauf hatte Weilheim endlich seine erste eigene Tageszeitung, ihr Name: „Weilheimer Tagblatt“.

Eine freudige Nachricht ereilte die Bürger im Jahr 1884, mit dem Erhalt eines neuen Trinkwassernetzes.

1919 herrschte eine Räterepublik in Bayern. Es wurde versucht auch in Weilheim einen Arbeiter- und Soldatenrat zu installieren. Dies scheiterte. Zum Schutze der Stadt wurde damals eine Bürgerwehr aufgestellt.

Das erste Selbstwählfernsprechamt der Welt wurde 1932 in der Post Weilheim in Betrieb genommen. Im November sah sich die Stadt, durch den Höhepunkt der Inflation gezwungen ein eigenes Notgeld zu drucken und in Umlauf zu bringen.

Die Diktatur- und Kriegszeit endete in Weilheim mit der Besetzung der Stadt durch amerikanische Truppen am 29.4.45. Am 30.4.45 wurden der seit 1944 im Amt befindliche Bürgermeister (letzter NSDAP-Bürgermeister) und mit ihm die noch im Amt befindlichen Stadträte abgesetzt, die Polizei wurde entwaffnet und aufgelöst, alle Befugnisse wurden von da an von einer örtliche US-Militär-Regierung übernommen.

Die ersten freien Kommunalwahlen, sowie die Volksabstimmung über die neue Verfassung des Freistaates Bayern und die ersten freien Landtags-Wahlen fanden 1946 statt.
1971 wird die städtische Musikschule erbaut.

Die Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Narbonne besteht seit 1974.

Die Einweihung der Fußgängerzone auf dem Marienplatz fand 1976 statt, sowie die Einweihung der Stadthalle an der Ammer 1987. Ein Jahr später wurde das 750 jährige bestehen der Stadt Weilheim gefeiert. Im Jahre 1996 überschritt die Einwohnerzahl Weilheims zum ersten mal die 20.000 Marke.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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